32 Möglichkeiten vom Bett aus Geld zu verdienen


"Das kann doch wohl nur ein Witz sein, daß man vom heimischen Ruhelager aus tatsächlich gutes Geld verdienen sollte."

So wird mancher Leser wohl gedacht haben, als er den Titel dieses Reports gelesen hat. Zugegeben, es klingt schon etwas seltsam; Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß alle nachfolgend vorgestellten Unternehmensideen reell und auch wirklich nachvollziehbar sind.




Anläßlich einer längeren Krankheit, während der ein sonst recht agiler Erfinder notgedrungen das Bett hüten mußte, überlegte er sich, was man wohl alles für lukrative Tätigkeiten vom Bett aus erledigen könnte. Neben ihm auf dem Nachttisch lagen (wie bei jedem guten Ideen- Produzenten) Papier und Bleistift, und schon bald entstand aus Überlegung und Notizen eine umfangreiche Liste von Aktivitäten, die man entweder im Bett oder doch vom Bett aus mit Erfolg betreiben konnte. Das waren in erster Linie Tätigkeiten, bei denen man sein Denken einsetzen muß: Dichten, Kurzgeschichten schreiben, Buchtexte auf Kassette sprechen, Manuskripte korrigieren, Rechnungen überprüfen und dergleichen mehr. Doch es gibt auch Tätigkeiten, bei denen Kopfarbeit weniger gefragt ist. So zum Beispiel das Auswerten, Registrieren und Erfassen von Zeitungsausschnitten, Listen erstellen, Handarbeiten für andere, Papierbasteleien, Modellerstellungen, Briefe mit der Hand schreiben, Beobachten eigener Körperreaktionen auf bestimmte Medikamente, Traumexperimente für bestimmte esoterische Verlage, Meditations- und Konzentrationsübungen zu Testzwecken, usw..




Der rege Betterfinder notierte eine ganze Reihe solcher Möglichkeiten, nahm per Telefon Kontakte zu Auftraggeberfirmen auf und erwarb so selbst einige Dollars nebenbei. Nachdem die Krankheit abgeklungen war, ordnete er seine Notizen, versah sie mit den eigenen Erfahrungen und verfaßte einen persönlichen Ratgeber für alle Menschen, die gezwungenermaßen oder aus freien Stücken den größten Teil ihres Lebens im Bett verbringen. Dieses Werk wurde inzwischen in den USA bereits einige tausendmal verkauft.




Das vorliegende Werk ist keine Nachahmung des o. a. Reports, sondern eine Zusammenstellung der bei uns möglichen und durchführbaren "Bettverdienste". Ob man nun wegen Krankheit an 's Bett gefesselt ist, oder zu der Kategorie Menschen gehört, die mit Peter Alexander singen: "So richtig nett ist 's nur im Bett.", für beide Gruppen von Bettbenutzern sollen nachfolgend Verdienstideen aufgezeigt werden, die Ihnen aus Ihrem Ruhebedürfnis finanziellen Nutzen bringen.

Selbstverständlich erhebt die Liste der Einkommensmöglichkeiten keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann zu gegebener Zeit noch erweitert werden.




Geld verdienen im Schlaf

Einen echten Traumjob konnten vor einiger Zeit verschiedene Schauschläfer aus- führen, die von einem Stuttgarter Möbelgeschäft engagiert worden waren. Bei dieser Tätigkeit hatten sie nichts anderes zu tun, als sich in der Schaufensterauslage des Unternehmens in´s Bett zu legen und sich ab und zu ein wenig zu räkeln. Dieser Blickfang zog die neugierigen Passanten auf der Straße an und schon bald drückten sich mehrere Dutzend Menschen gleichzeitig an den Scheiben die Nasen platt. Der Schläfer- Job in fremden Betten wurde auch noch sehr gut bezahlt.

Vielleicht noch interessanter war die von einer Studentin übernommene Aufgabe, sich im Auftrag einer führenden Hotelkette unbekannt in deren Hotels einzumieten und den Service dort zu testen. Dabei kam den Schlafgelegenheiten ein besonderes Augenmerk zu. Im wahrsten Sinne des Wortes waren nämlich auch die Betten zu testen. Auch diese durchaus seriöse und sehr abwechslungsreiche Tätigkeit brachte der Testperson gute Einnahmen.



Fußend auf den hier gezeigten Dienstleistungen können sympathische, seriöse und gutaussehende Personen beiderlei Geschlechts einmal von sich aus auf die umsatzfördernde und werbewirksame Tätigkeit des Testschläfers hinweisen. Wenn sie glauben, die entsprechenden Voraussetzungen zu erfüllen, sollten Sie sich nicht scheuen bei den Bettenabteilungen führender Möbel- und Kaufhäuser vorzusprechen und Ihre Dienste anzubieten. Mancher Manager wird die Idee wohl nicht so indiskutabel finden, wenn man ihm sagt, daß andere Firmen diesen Werbegag bereits vor Jahren mit Erfolg durchgeführt haben. Für mehr Aufmerksamkeit der Kunden und dadurch erhöhte Umsatzmöglichkeiten haben die meisten Firmeninhaber ein offenes Ohr. Man muß ihnen nur erst einmal ihren Eigennutzen bei der Sache schmackhaft machen.




Erfindungen, die im Traum gemacht wurden

Mehrere große Errungenschaften, Erfindungen und Entdeckungen haben ihren eigentlichen Ursprung in einer Traumoffenbarung. So ist beispielsweise das Xerox- Kopierverfahren, das seinem Entdecker Millionen einbrachte und bringt nach Aussage der Zeitschrift "Spotlight" keine irdische Erfindung. Die Idee kam Chester Carlson, dem Gründer der Xerox- Company, gewissermaßen aus der jenseitigen Welt. Nur wenige Menschen wissen von den Dokumenten der Duke- University, die aufzeigen, daß Carlson ein führender Esoteriker war.

Während Mitglieder der amerikanischen Gesellschaft für Psychologische Forschung Carlson wegen seiner Mitarbeit an der psychischen Forschung lobten, versetzte das Bekenntnis des Millionärs am Sterbebett die Parapsychologen in London in Erstaunen. ,Mr. Carlson steckte Millionen in die geistige Forschung, um eine Schuld zurückzuzahlen", bemerkte Lester Otis, ein langjähriger Freund des Verstorbenen. Er verdankte sein Vermögen seinen geistigen Gaben. Lange vor seinem Tode erkannte er das Dilemma, das durch eine psychische Entdeckung entstehen könnte, sobald die Quelle der Erfindung der Öffentlichkeit preisgegeben würde. Er befürchtete, die Xerox- Company könnte dadurch in einen schlechten Ruf kommen (bzw. Lächerlich gemacht werden). "Kurz vor seinem Tode im Oktober 1971 berichtete Carlson in einem langen Brief, wie er die Xerox- Maschine durch das Gespräch mit einem Geist entwarf", sagte Otis. Als Carlson einmal spät nachts in seinem Labor arbeitete, hörte er Stimmen. Sie unterrichteten ihn über das Prinzip, Kohlenstaub auf eine geladene, belichtete Trommel aufzusprühen und als Kopien auf Papier zu drucken.

Als Carlson die Stimme bat, sich zu identifizieren, sagte der Geist, daß er aus dem zweiten Jahrtausend käme. Ungefähr nach dem vierten Versuch, ein Patent für den Kopierapparat zu erhalten, begann der Aufbau eines Millionen- Dollar- Imperiums. Ob es sich bei dem "Botschafter" tatsächlich um einen Zeitreisenden aus der Zukunft handelte, oder aber, wie andere meinen, ,nur um einen Traum", ändert nichts an der Tatsache, daß durch die geistige Unterweisung, die in 's Tagesbewußtsein hinüber getragen wurde, das System der Xerox- Kopierer entdeckt werden konnte.




Eine der größten Entdeckungen der modernen Heilkunst wurde ebenfalls im Traum gemacht. So hatte sich im Herbst 1920 der junge, kanadische Arzt Dr. Banting in die Lektüre von Werken über die Zuckerkrankheit vertieft. In seinem Hirn begann es von sich widersprechenden Theorien, von Krankheitsgeschichten und Darstellungen mehr oder weniger sinnreicher Experimente, die mir Versuchstieren unternommen worden waren, zu summen. Spät in der Nacht ging Dr. Banting endlich zu Bett. Gegen zwei Uhr morgens fuhr er hoch, knipste das Licht an, schrieb drei Sätze in sein Notizbuch und ging gleich am nächste Tag daran, das Geträumte in einem Experiment umzusetzen. Das Ergebnis dieser Versuche war die so bahnbrechende Entdeckung des Insulins - und der Nobelpreis.




Auch der Traum eines anderen Mediziners wurde mit einem Nobelpreis belohnt. Es war der Professor Löwl, der zu der Zeit an der Universität Graz lehrte. In einem Traum sah er mit seltener Klarheit die Lösung eines medizinischen Problems, kritzelte noch halb schlafend das gesehene Ergebnis auf ein Blatt Papier und schlief weiter. Leider konnte er am Morgen sein Gekritzel nicht mehr entziffern. Ebensowenig konnte er sich an den Traum erinnern. Doch in der darauffolgenden Nacht kehrte der Traum wieder. Diesmal so deutlich, daß der Professor sich sofort ankleidete, seinen Assistenten weckte und mit ihm die erforderlichen Experimente im Labor durchführte. Die richtige Lösung war gefunden.




Elias Hove, der Vater der Nähmaschine, hatte sich lange Zeit über die Konstruktion einer zweckmäßigen Nadel den Kopf zermartert, bis ihm ein Angsttraum die richtige Lösung zeigte. In diesem Traumerlebnis wurde er von einer Horde Wilder verfolgt und flüchtete durch mehrere Felsenhöhlen. Dabei trat er sich mit nackten Füßen einen Nagel ein. Nachdem er vergeblich versucht hatte den Nagel herauszuziehen, kam ihm der Gedanke, den Nagel nahe der Spitze zu durchbohren, einen Bindfaden durchzuziehen und so den Nagel herauszuziehen. DAMIT WAR DIE Idee der NähmaschinennadeI geboren. Anderen Erzählern zufolge hatten die verfolgenden Wilden Lanzen, durch deren Spitze schmale Fähnchen gezogen waren.




Richard Wagner hatte einmal im Traum das Empfinden, in einem reißenden Strom zu versinken. Das Brausen des Wassers ging in Musiktöne über. Mit dem Gefühl, daß die Fluten über seinem Kopf zusammen rauschten, fuhr Wagner aus seinem Schlummer hoch. In seinem Geist summte klar und deutlich das Motiv zum Rheingold- Vorspiel, das der Traum in den Tiefen seines Unterbewußtseins hatte erklingen lassen.




Im Jahre 1917 wanderte der Österreicher Joseph Krieger zusammen mit seiner Braut in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Das Paar ließ sich in San Francisco nieder und hatte hart um das tägliche Brot zu kämpfen. Krieger ging zu dieser Zeit von Haus zu Haus, um Tee zu verkaufen. Eines Nachts, ein Jahr nach ihrer Auswanderung, träumte Kriegers Braut Amalie deutlich, wie Tee in Beutel und Schachteln verpackt wurde. Sie erzählte ihrem Verlobten davon und der Tee- Aufgußbeutel wurde geboren. Die Armut Kriegers war vorbei.




Westinghouse, der Erfinder der nach ihm benannten Bremse, hat das fertige Bild dieser Konstruktion zum ersten Mal in einer Nacht gegen zwei Uhr morgens gesehen. Nachdem er wochenlang über Plänen gesessen hatte und immer noch nicht wußte, auf welche Weise der Luftdruck am wirksamsten zu Bremszwecken ausgenutzt werden könnte, beschloß er, die Arbeit vorübergehend aufzugeben, Einen Tag lang spannte er vollkommen aus; In der Nacht, die dieser Erholung folgte, kam ihm die Erleuchtung im Traum: Er sah die fertige Bremse, nicht viel anders wie sie heute an Hunderttausenden von Eisenbahnwagen zu sehen ist.




Womöglich noch bekannter ist das Beispiel des Chemikers Kekule, der sich lange Zeit hindurch vergeblich bemüht hatte, die Formei zu finden, die den chemischen Aufbau von Benzol angibt. Während einer Reise nach England schlief Kekule in einem Londoner Personenwagen ein: Als der Schaffner die Endstation ausrief, fuhr der Gelehrte mit einem Aufschrei hoch. Er hatte im Traum eine Schlange gesehen, die sich selbst in den Schwanz biß. Der Traum war von einer solchen Deutlichkeit, daß Kekule auch im Wachen das Bild vor Augen sah. Der berühmte "Kekulsche Benzolring" war entdeckt.




Der Erfinder Boys, der den Gasometer entwarf, sah ihn während des Schlafes so deutlich, daß er die nach dem Traumbild verfertigte Zeichnung fast unverändert zum Patentamt tragen konnte.




Der berühmte Alfred Krupp erzählte öfter wie sein Vater einen bestimmten Bestandteil der Kanone erfand. Tag und Nacht hatte er über Monate hinweg vergeblich an dem Problem gearbeitet. Wegen seiner damit verbundenen Nervosität riet der Arzt zur Ablenkung. Krupp folgte widerwillig diesem Rat. Kaum saß er indessen im Eisenbahnwaggon, hatte er wieder Bleistift und Notizbuch in der Hand. Vor Mattigkeit überwältigt schlief er darüber ein. Wie groß war jedoch seine Überraschung, als er nach einigen Stunden erwachte und sein Notizbuch zur Hand nahm! Einige, vorher leere Seiten waren dicht mit Zahlen und Buchstaben bedeckt, die zu seinem großen Erstaunen die Lösung darstellten, um die er so lange nachgegrübelt hatte. Er mußte diese Formeln im Unterbewußtsein gesehen und aufgeschrieben haben.




Während die bisher angeführten Fälle produktiver Träume mehr spontan erfolgten, ja einem Zufall zu verdanken waren, ging der berühmte Erfinder Edison ganz systematisch vor. Er versetzte sich geradezu bewußt in einen Dämmerzustand, nachdem er sich in seiner Werkstatt im Melo- Park auf eine Bank ausgestreckt hatte. Edison sagte von sich selbst, daß er fast niemals umsonst träumte; während sein Bewußtsein fast ganz ausgeschaltet war, arbeitete das Unterbewußtsein weiter an seinen Projekten. Sehr oft wurde seine Ruhe dann dadurch unterbrochen, daß Edison auffuhr und eine neue Idee zu Papier brachte, die ihm im Traum gekommen war. Annähernd ein Viertel der mehr als zweitausend Erfindungen Edisons sollen auf diese Weise entstanden sein. Edison ist damit - bewußt oder unbewußt - dem Rezept des Philosophen Prentice Mulford gefolgt, der einmal vom ,praktischen Nutzen der Träumerei" sprach, die nicht nur etwa den Geist ausruhen, sondern auf einer anderen Ebene weiter arbeiten Iäßt. Wie der Einsatz des "Unterbewußtseins" zur produktiven Mitarbeit praktisch bewirkt wird, finden interessierte Leser auch in dem Buch ,So werden Ihre Wünsche wahr - Entschlüsselte Erfolgsgeheimnisse".




Gerade durch den Zwang im Bett verweilen zu müssen, sollte man sich selbst etwas auf dem Gebiet der Traumforschung weiterbilden. Das, was bei einigen bekanntgewordenen Erfindungen möglich war und ist, kann praktisch Jedermann nachvollziehen. Schließlich ist sogar die Enddeckung des riesigen Ölvorkommens in Kuweit auf einen Traum zurückzuführen, durch den bezeichnet wurde, wo man mit den Bohrungen ansetzen mußte.




Lukrative Schlaflosigkeit

Jeder Mensch braucht normalerweise seinen Schlaf, um ausgeruht seinem Beruf nachgehen zu können. Doch es gibt auch Ausnahmen. Eine davon ist der Amerikaner Henry T. Watson aus Cleveland. Er leidet an einer fast ständigen Schlaflosigkeit und verdient gut an ihr. Hierzu verdingt er sich bei medizinischen Forschungsstätten als Versuchsobjekt, legt sich in einem vorbereiteten Raum ganz normal in 's Bett und wird - da er lediglich ruht ohne zu schlafen - auf die verschiedenen Körperreaktionen hin untersucht und beobachtet. Von den Honoraren für diese Tests konnte er bereits ein eigenes Haus bauen.

Watson ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man sogar aus einem vermeintlichen Übel noch Nutzen ziehen kann. Leute mit Schlafstörungen sollten sich deshalb nicht als Außenseiter fühlen, sondern - sofern keine körperlichen Beschwerden damit verbunden sind - sich gegen Honorar der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Einige Institute suchen ständig solche Menschen, um gewisse Reaktionen zu erproben und Medikamente zu testen.

Sehr gern werden Personen ohne Schlafbedürfnis auch als Bereitschaftskraft im Telefondienst gesucht und von öffentlichen sowie gewerblichen Stellen in Anspruch genommen. Ein an 's Bett installiertes Telefon macht den Kontakt zur Außenwelt ohne große Probleme möglich.




Rechnungsprüfer

In jedem größeren Unternehmen kommen Woche für Woche viele Rechnungen in 's Haus, die nach vorher vereinbarten Konditionen beglichen werden sollen. Nicht selten kommt es jedoch vor, daß die Forderungen den tatsächlich erbrachten Leistungen bzw. den gelieferten Ware nicht entsprechen. Deshalb müssen sich oft teure Arbeitskräfte mit der Prüfung der Rechnungen befassen. Die Lieferscheine werden Posten für Posten mit den Aufstellungen auf der Rechnung verglichen und auch in Bezug auf den erteilten Auftrag überprüft. Manche nicht bestellten Waren sind zurückgegangen, andere wiederum mögen beschädigt gewesen sein oder wurden gar falsch geliefert. Ein guter Rechnungsprüfer spürt in oft zeitraubender und ermüdender Arbeit den Dingen nach und sorgt in anderen Fällen wiederum dafür, daß durch rechtzeitige Zahlung die eingeräumten Skonti nicht verlorengehen.

Einige Firmen sind gern bereit den Job eines Rechnungsprüfers an seriöse und zuverlässige Personen abzugeben, die diese Kontrolltätigkeit gar vom Bett aus durchführen. Durch die zukunftsorientierte Technologie ist es möglich (in einigen Betrieben wird es bereits praktiziert), daß man die jeweiligen Daten mittels Telefon oder Computer überträgt und abruft. Auf diese Weise lassen sich sogar Lagerlisten, Karteikarten und Bestellungen überprüfen bzw. korrigieren. An´s Bett gebundene Personen sollten sich nicht scheuen, von sich aus Firmeninhaber in ihrer Wohnumgebung (telefonisch) anzusprechen und ihre diesbezüglichen Dienste anbieten.

Bezahlt wird in der Regel je nach Arbeitsanfall und Schwierigkeitsgrad der Tätigkeit. Sofern Differenzbeträge gefunden werden, sind manche Geschäftsleute auch gern bereit, noch einmal zusätzlich eine angemessene Vergütung zu zahlen.




Unter Mithilfe eines ebenfalls seriösen Kuriers kann man sich sogar für mehrere Firmen betätigen. Auch Warenkataloge können - bevor sie in Druck gehen - auf diese Weise von daheim aus genau auf mögliche Fehler hin überprüft werden. Das gleiche gilt für Werbe- und Anschauungsmaterial.




Terminüberwacher

Der Job eines freiberuflichen Rechnungsprüfers Iäßt sich sehr gut mit dem eines Terminüberwachers verbinden. Gegen eine Jahresgebühr erhält der Auftraggeber das Recht, Ihnen bis zu 100 Daten und Termine zu übergeben, an die er zu dem jeweiligen Zeitpunkt erinnert werden möchte. Das können turnusmäßige Termine wie Zahlung der Büromiete, Abgabe der monatlichen Steuererklärungen und Überweisung wiederkehrender Rechnungs-beträge, aber auch private Daten, wie Geburtstage, Hochzeitstag, Verabredung zum Theater usw. sein. Die Angaben werden entweder nach Datum in einer Kartei aufgeführt oder gleich in einem PC gespeichert. Da erhält jede Karte eine genaue Aufstellung der zu erledigenden Daten, die entsprechenden Telefonnummern und Namen der Auftraggeber und einen Hinweis auf die Art der Erinnerungsbotschaft. Solchen Tätigkeit kann man per Telefon vom Bett aus erledigen oder zusätzlich mit einer Postkarte unterstützen. Bei Telefonerinnerungen ist allerdings darauf zu achten, daß der überlastete Boß die Nachricht wirklich zur Kenntnis genommen hat und später nicht behaupten kann, er wäre nicht erinnert worden.

Skeptiker, die meinen, daß Geschäftsleute solche Terminüberwachungen und Erinnerungen nicht brauchen, wissen nichts von der Tätigkeit, die beispielsweise eine gute Sekretärin für ihren Chef zu erledigen hat, Sie ist gewissermaßen das ,lebende Notizbuch", das nicht nur erinnern, sondern manchmal auch mit sanftem Druck den hohen Boß in die richtige Richtung weisen muß. Da die Flut der Informationen immer größer und unüberschaubarer wird, haben Terminüberwacher durchaus reelle Chancen einen Dauerservice aufzubauen, der gleichzeitig für mehrere Firmen tätig ist. Natürlich steht und fällt ein solcher Termindienst mit der Korrektheit. Vergißt man nur einmal, auf einen wichtigen Termin hinzuweisen, kann man nicht nur seinen Auftrag loswerden, sondern möglicherweise noch eine Schadensersatzforderung erhalten. Es empfiehlt sich deshalb für die angestrebte Tätigkeit gegebenenfalls auch noch einen Ersatzmann mit der Tätigkeit vertraut zu machen.




Bett- Lektor

Buch- und Zeitschriftenverlage, Wirtschaftsprüfungs- Unternehmen, Autoren und Verleger für Schriften aller Art suchen immer wieder Lektoren und in der Rechtschreibung sattelfeste Personen zur Mitarbeit. Diese Mitarbeit kann durchaus auch vom Bett aus geschehen. Sie besteht in der Hauptsache in der Durchsicht von Manuskripten, Protokollen, Prüfungsberichten und sonstigen Schriftsachen. Diese oft zeitraubende Tätigkeit erfordert viel Geduld, Einfühlungsvermögen in die Materie und eine positive Einstellung selbst zu trockenen Themen. Da es noch keine Maschine gibt, mit der man Schreib- oder Stilfehler aufspüren kann, ist der Lektor so gut wie unersetzlich.

Schauen Sie einmal ganz bewußt in die nächste Ausgabe Ihrer Tageszeitung - Sie werden staunen, wie viele Druckfehler, Trennfehler, Verschreiber und sonstige Schnitzer sich darin befinden. Untersuchen Sie desgleichen alle Prospekte, Werbebriefe und Mitteilungen die Ihnen unterkommen auf solche Fehler hin, unterstreichen Sie die betreffenden Stellen, und bieten Sie den Herausgeberverlagen für künftige Arbeiten ihr Lektorat an. Wenn das in diskreter und freundlicher Weise geschieht, wird mancher Empfänger Ihrer Nachricht positiv reagieren und Ihnen eine Chance geben.

Weitere Interessenten für Korrektur- und Lektorarbeiten finden Sie durch einen Anschlag am schwarzen Brett der nächsten Universität, über Schriftstellerverbände und auf bestimmten Behörden. Geben Sie Ihre Adresse und Telefonnummer den Druckereien in Ihrer Umgebung an und weisen Sie darauf hin, daß Sie gewillt und in der Lage sind den Druckereikunden ihre Manuskripte und Broschürentexte sorgfältig zu überprüfen und - wenn erforderlich - zu korrigieren.

Besorgen Sie sich vor Kontaktaufnahme einen Duden der Rechtschreibung und machen Sie sich ganz besonders mit den Korrekturvorschriften bzw. den wichtigsten Korrekturzeichen vertraut. Erst wenn Sie wissen, was "Zwiebelfische" oder "Fliegenköpfe" sind, was man unter Ligatur, Deleatur, Spieße oder einem Durchschuß versteht, sollten Sie sich an diese Arbeit machen. Die betreffenden Regeln und Bedeutungen sind am Anfang eines jeden Rechtschreib- Dudens aufgeführt. Eigene Bildungslücken in der Rechtschreibung kann man in der Regel durch Literatur aus der Leihbücherei schließen.




Extraktlesen

Vielbeschäftigte Unternehmer können oftmals die Fülle der verschiedenen Fachinformationen aus Büchern, Zeitschriften und Journalen gar nicht mehr geistig verarbeiten. Diesen Umstand hat sich die Amerikanerin Pat Rafee zu Nutze gemacht. Sie liest die ihr von den Auftraggebern überreichten Bücher und Zeitschriften und faßt die wichtigsten Punkte zu jeweils fünfseitigen Kurzversionen zusammen. Auf Wunsch werden diese Informationen auch auf Kassette gesprochen, so daß der Kunde sie unterwegs im Auto abhören und sich geistig einverleiben kann. Da der Service den Leuten viel Zeit spart - die ja bekanntlich Geld ist - , verdient die clevere Pat ganz gut an ihrem Job. Bereits nach einem Monat hat sie 50 Auftraggeber. Heute hat sich ihr Kundenstamm bereits verdoppelt, so daß sie sogar Hilfskräfte einstellen mußte.

Alles, was Sie für die Durchführung dieser Tätigkeit benötigen, ist eine gute Kombinationsgabe und das Vermögen zu erkennen, was wichtig und was weniger wichtig ist. Am besten Iäßt sich dieser Job erledigen, wenn man seine Zusammenfassungen auf ein Band spricht. Das Iäßt sich sehr gut im Liegen erledigen, sofern der Recorder in greifbarer Nähe steht. Genau wie in Amerika gibt es in Deutschland und dem übrigen Europa genügend gestreßte Manager, die für einen Extrakt- Lesedienst interessierte Abnehmer sind. Eine entsprechende Werbemitteilung an alle Unternehmensbüros in der Näheren und weiteren Umgebung wird dabei auf Ihre Dienste aufmerksam machen. Abgerechnet wird nach Umfang und Art der zu lesenden Lektüre. Es wird einleuchten, daß ein trockener Geschäftsbericht schwieriger umzusetzen ist, als etwa eine lehrreiche Kurzgeschichte oder andere Schriften, die der Unterhaltung dienen.

Am besten arbeiten Sie mit zwei Kassettenrecordern oder Tonbandgeräten. Während Sie auf dem einen zunächst Ihre Notizen sprechen, können Sie nach Ablaufen dieser Vorkonzepte anschließend den gerafften Text direkt auf ein zweites Band sprechen.




Vorleser

Wenn man über eine melodische, gut verständliche Stimme verfügt, kann man es einigen jungen Leuten nachtun, die für Buchverlage und Geschäfte literarische Texte auf Band sprechen. Um beispielsweise ein Buch besser verkaufen zu können, lassen einige Vertriebsfirmen ausgewählte Texte ihrer neuen Werke von geeigneten Personen auf Kassette sprechen. Diese Auszüge werden den Buchinteressenten entweder auf Wunsch vorgespielt oder über einen Außenlautsprecher über die Straßenpassanten "gerieselt". Die positive Kaufbeeinflussung durch diese akustische Werbemethode ist unbestreitbar. Einige Unternehmen konnten auf diese Weise ihre Umsätze um bis zu 30% steigern.

Rufen Sie einmal Buchverlage und Geschäftsleute in ihrem Ort an und unterbreiten Sie ihnen Ihre Vorlese- Idee. Kluge Manager werden sich - wenn für sie ein Gewinn herausschaut - die Sache gut überlegen.

Eine andere Möglichkeit, um lesenderweise von daheim aus tätig zu werden, ist das Besprechen von Leihkassetten. In den USA sind die Leihkassetten- Bibliotheken bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil vieler Leihbüchereien. In unserem Land hinken wir in dieser Beziehung hinterher. Grund genug. sich über die Sache einmal Gedanken zu machen. Besonders alte und kranke, blinde und behinderte Menschen können durch den Vorlesedienst per Kassette am Leben ihrer Umwelt etwas mehr teilnehmen. Besprechen Sie einige Leerkassetten mit interessanten Beiträgen und Buchinhalten und machen Sie den einschlägigen Institutionen einen entsprechenden Service- Vorschlag. Besonders Altersheime, Krankenhäuser, Sanatorien, Kinderheime und ähnliche Einrichtungen werden gern auf Ihren Spezial- Service zurückgreifen, um die Bewohner nicht nur am Fernsehschirm zu wissen. Unterrichtsprogramme. Positiv- Lehrgänge, Kurse über autogenes Training usw. sind besonders beliebt.

Sofern Sie packend und heiter erzählen können, ergibt sich die Möglichkeit, sogar in der Werbung tätig zu werden. So können zum Beispiel über Tonbandkassette erzählte Witze manche Straßenpassanten anlocken, die sonst keine Notiz von den Schaufensterangeboten nehmen würden. Auch Werbetexte lassen sich so vortragen, daß die Leute allein wegen der akustischen Besonderheit gern einmal verweilen und sich die Nachricht anhören. Fertigen Sie eventuell unter Mithilfe eines Partners - einige Kurzbänder an und offerieren Sie den Geschäftsleuten die Möglichkeiten, die in einem solchen Vorlesedienst stecken.

Telefonbesitzer können auf Wunsch auch innerhalb bestimmter Zeiten Werbetexte über den Draht sprechen, sofern Kunden der Auftraggeberfirma anrufen. Die Rufnummer wird von dem Unternehmen, für das man tätig wird, in seiner Anzeigenwerbung angegeben. Abgerechnet und bezahlt wird diese Leistung entweder pauschal oder nach Stunden bzw. Art und Länge der Leistung.




Witze- Produzent

In London gibt es einen Mann, der täglich mindestens 30 neue Witze ergrübelt. Die meisten fallen ihm im Bett vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen ein. Er schreibt sie auf, sammelt sie und bietet sie Verlagen, Zeitungsunternehmen, Herausgebern von Magazinen und Pressediensten zum Kauf an.

Daneben schreibt der spritzige Engländer humorvolle Reden und Gags, die auf Vorstandssitzungen, Parties und anderen Veranstaltungen vorgetragen werden. Diese Fähigkeit kann man sich bis zu einem gewissen Grad aneignen und ggf. anlesen. Gerade wer ständig im Bett sein muß oder es aus Prinzip tut, hat viel Zeit zum Nachdenken. Selbst wenn die ersten Geistesblitze nicht gleich zu perfekten Humorergüssen werden, wird sich diese Begabung nach und nach ausprägen, bis man schließlich pro Tag seine zehn, zwanzig oder gar dreißig verschiedene Witze ersinnen kann. Abnehmer für gute Spots und Jokes sind Geschäftsleute, Zeitungsverleger, Unterhaltungsbetriebe und solche Personen, die selbst Reden schmieden und zum Zwecke der besseren Würze gern auf Witze, Sponti- Sprüche und andere Gags zurückgreifen, die garantiert noch nicht abgedroschen sind.

Wer seine Einfälle nicht erst notieren will, kann sie auch gleich auf Tonbandkassette sprechen und eventuell von einer Hilfskraft in 's Reine schreiben lassen.




Briefkontakt- Service

Ein mir persönlich gut bekannter, querschnittsgelähmter Mann in den besten Jahren, leitete lange Zeit einen weithin beachteten Briefzirkel für Leidensgefährten. Da er praktisch ständig ans Bett gefesselt war, führte er seine Tätigkeit von dort entweder selbst schreibend - später nur noch per Diktat - aus. Über verschiedene Inserate, die ihm von den meisten Zeitschriften kostenlos gewährt wurden, lernte er Menschen kennen, die sich in körperlichem oder seelischem Leid befanden und brachte sie gegen einen Jahresbeitrag und mit einer monatlich gedruckten Mitgliederliste zusammen. Sein Zirkel für Kranke und Behinderte hatte zum Inhalt die oftmals isoliert lebenden Menschen mit neuem Lebensmut zu versehen und ihnen geistige Austauschmöglichkeiten zu verschaffen.

Ein ähnliches Werk Iäßt sich verhältnismäßig problemlos von überall aus aufziehen. Ob man sich nun nur an behinderte und kranke Menschen wenden will oder ob man auch die Gesunden mit einbezieht, mag zweitrangig sein. Wichtig ist, daß man entweder selbst die erforderliche Autorenarbeiten, Schreibtätigkeiten und Beantwortungen von Briefen vornehmen kann, oder aber jemanden hat, der diese Arbeit - eventuell auch vom Band - übernimmt und ausführt.




Die Briefclub- Interessenten werden mittels Prospekt über die möglichen Angebote informiert und erhalten ein vorgefertigtes Eintrittsformular. Gegen einen Jahresbeitrag von 10 bis 25 € bekommen sie monatlich eine neue Mitgliederliste, aufbauende schriftliche Beiträge und die Genehmigung selbst ein- oder zweimal einen Brief an andere Leidensgenossen zu schreiben und veröffentlicht zu bekommen.

Zusätzliche Einnahmen erzielte der o. a. Freund durch den Mitvertrieb einschlägiger Bücher und freiverkäuflicher Hilfsprodukte. Daneben hatten gewerbliche Anbieter die Möglichkeit in seinem Spezialblatt zu inserieren und gegen finanzielle Beteiligung oder Spende ihre Waren und Produkte zu offerieren. Selbst wenn man davon ausgeht, daß wohl nicht jede angesprochene Firma zur Zusammenarbeit bereit ist, wird allein der Gedanke, mit zur Ver-ständigung gleichgesinnter Menschen beigetragen zu haben, manch einen Unternehmer eine Versuchsanzeige starten lassen.

Wenn man für die Herstellung des Kontaktblattes nicht gleich Kunstdruckpapier und Buchdruck wählt, sondern seine Arbeiten über PC oder Schreibmaschine und Offsetdruck verlegt, sind mit einem Briefkontakt- Service gute Umsätze zu tätigen Sofern man darüber hinaus Ärzte, Sanatorien, Krankenhäuser und Heime anspricht, mit der Bitte, etwas für das ,Publikmachen" zu sorgen, wird sich der Hilfsdienst für Kranke sehr bald herumsprechen und gute Umsätze bringen.




Kummertelefon

In manchen Orten gibt es bereits ein sogenanntes "Kummertelefon" für Kinder. Eines von ihnen, das in Ludwigshafen zu erreichen ist, wurde sogar in einer interessanten Radio- Reportage vorgestellt.

Über das Kummertelefon können die kleinen Leute ihre Herzen ausschütten und über Probleme in der Schule, mit den Eltern, Nachbarn usw. ungezwungen sprechen. Am anderen Ende des Drahtes sitzen Personen, die sich auf die Psyche der Kinder einstellen können und im Rahmen ihrer Möglichkeiten den jungen Anrufern Tips, Hinweise, Trost und Ratschläge erteilen. Ein Telefon läßt sich leicht in der Nähe des Bettes installieren und gerade wenn man selbst ans Bett gefesselt ist, wird man sich mit den Sorgen der Kinder verständnisvoll auseinandersetzen können. Sprechen Sie doch einmal mit den Behörden Ihres Ortes und unterbreiten Sie den Leuten Ihre Bereitschaft, gegen ein ordentliches Honorar den Job der Kindertelefon- Zentrale zu übernehmen. In vielen Orten mangelt es an so geeigneten Kräften, die a) ständig telefonisch erreichbar sind und b) auch in der Lage sind, kleinen Anrufern aus eigener Erfahrung zu helfen. Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, steht einer Anfrage beim örtlichen Gemeindeamt nichts im Wege. Der Job hat den Vorteil, daß man über die Sorgen anderer Leute meistens seine eigenen vergißt.

Selbstverständlich können geeignete Personen auch ein Kummertelefon für Erwachsene betreiben, sofern sie sich von den an sie heran getragenen Problemen nicht zu sehr belasten lassen und mit Ärzten, Psychologen und Geistlichen in Verbindung stehen.




Telefon- Babvsitter

Kinder bleiben auch in unserer modernen Zeit Kinder. Sie fürchten sich oft wenn sie allein sein müssen und sehen es gar nicht gern, wenn Vati und Mutti mal ausgehen, oder kurzfristig verreisen möchten. Wo keine Oma oder gute Tante nach dem Kind sehen kann, überbrücken die Eltern das Alleinsein ihrer Kleinen oft durch das Engagieren eines Babysitters. Der sitzt dann neben dem schlafenden Spößling futtert gelegentlich den Kühlschrank leer und sieht sich auch sonst manchmal in der Wohnung seiner Auftraggeber um.

Billiger kommen da die mancherorts schon üblichen Telefon- Babysitter. Sie eignen sich zwar in erster Linie für größere Kinder - die schon mit einem Telefon umgehen können - haben aber dafür den Vorteil, daß sie das Haus des Auftraggebers nicht betreten. Der technische Ablauf ist folgendermaßen: Bevor die Eltern ihr Kind alleine Iassen müssen nehmen sie Kontakt mit einem Telefon- Babysitter auf und geben dort Telefonnummer, Tag und Stunde an, unter der das Kind zu betreuen ist. Der vorher vereinbarte Honorarbetrag wird entweder an Ort und Stelle des Telefonbetreuers entrichtet, oder auf ein angegebenes Konto überwiesen. Einen Abend bevor das Kind allein bleiben soll, ruft der Babysitter an und macht sich mit dem Kind bekannt. Dabei wird er vielleicht eine Gute- Nacht- Geschichte erzählen oder sonst irgendwie auf die Fragen des Sprößlings eingehen. Danach wird dem Kleinen erklärt, daß die Eltern am nächsten Abend außer Haus sein werden und er - der Babysitter wieder anruft. Man teilt dem Kind die eigene Telefonnummer mit und Iäßt es diese Nummer auch einmal zur Probe anwählen. Der Sinn dieser Übung ist ja, daß das Kind zu jeder Zeit die Gelegenheit hat mit dem Babysitter zu sprechen, Fragen zu stellen und sich bei Bedarf anderweitig zu unterhalten. Es soll das Gefühl vermittelt bekommen nicht allein zu sein. Dadurch wird den Kleinen die Angst genommen, andererseits werden sie aber doch selbständig und entscheiden aus eigenem Antrieb, ob und wann sie Kontakt aufnehmen möchten. Um sicherzustellen, daß das Kind auch jederzeit Anschluß erhält, muß man entweder sein Telefon ständig frei halten, oder aber einen - an sich gar nicht so teuren - Zweitanschluß beantragen. Als Babysitter per Telefon kann man ohne weiteres vom Bett aus agieren.




Kindertelefon

Zur Weihnachtszeit können Kinder in bestimmten Kaufhäusern per Telefon mit dem Nikolaus oder dem Weihnachtsmann telefonieren. Mit diesem Werbegag lockt man die kleinen und großen Kunden ins Warenhaus um den Absatz der angebotenen Produkte zu erhöhen.

Solch ein Weihnachtsmann- oder Osterhasen- Telefon kann man auch in eigener Regie von daheim aus betreiben. Man kann auch als ,Sandmännchen" fungieren, irgendeine Märchengestalt mimen oder einfach Märchentante und Märchenonkel spielen. Nach Einzahlung einer monatlichen oder jährlichen Abo- Gebühr wird der Name der Auftraggeber in ein spezielles Kundenregister eingetragen. Danach darf das Kind der Abonnenten die gewünschte Person anrufen und 5 oder 10 Minuten mit dem Phantasietelefonisten reden. Das können individuelle Gespräche sein, die sich auf Weihnachten, Ostern, den Geburtstag oder eine andere Festtags- Situation beziehen, es können aber auch Texte sein, die man auf einen Anrufbeantworter gesprochen hat und den die Kleinen per Anwählen abfragen können. Möglicherweise wird man jeden Abend eine neue kleine Bettgeschichte erzählen, irgendein Erlebnis zum Besten geben oder auch eine Fortsetzungsreihe aus einem Hörspiel. Allerdings sollte sichergestellt sein, daß dieser Service nicht von Jedermann abgerufen werden kann, sondern nur von solchen Kindern, deren Eltern dafür vorher bezahlten. Entweder arbeitet man dabei mit einer zweiten Telefonnummer, die nur der Abonnent erfährt, oder Iäßt den Anrufer nach Angabe des Namens das gewünschte Band ablaufen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß man sich den Geschäften am Ort als Spezial- Service für ihre Kunden anbietet und den Anrufbeantworter- Text mit Werbeaussagen der Auftraggeberfirma versieht.

Sofern man mit Kindern sprechen möchte, muß man sich auf die jeweilige Situation einstellen und einmal als väterlicher Freund, als mütterliche Freundin, als Märchengestalt oder Märchenerzähler (in) antworten können. Da die Kinderpsyche ein zartes Pflänzchen ist, bedarf es außerdem eines großen Einfühlungsvermögens.




Telefonbereitschaft

Eine Untersuchung hat ergeben, daß jeder zweite Anrufer, der bei einer Firma seine Bestellung über einen automatischen Anrufbeantworter aufgeben soll, einen Rückzieher macht. Aus diesem Grunde gehen viele Unternehmen dazu über, ihren Kunden die Rufnummer einer Telefonbereitschaft mitzuteilen, über die sie ständig ihre Wünsche und Fragen formulieren können.

Solche Telefonbereitschaften eignen sich vorzüglich für Personen, die ihren Hörer in griffbereiter Nähe des Bettes haben und ständig zu erreichen sind. Wenn Sie darüber hinaus noch eine schnelle Auffassungsgabe und eine freundliche Telefonstimme haben, steht einer Bewerbung für eben diesen Job nichts im Wege.

Gegen eine feste Monatspauschale nehmen Sie alle Gespräche nach Feierabend der Auftraggeberfirma entgegen, sprechen Bestellungen und Nachrichten auf ein Tonband und leiten die jeweiligen Wünsche am nächsten Morgen an das Kundenunternehmen weiter. Mit etwas Organisation lassen sich auf diese Weise sogar Aufträge mehrerer Firmen übernehmen und bearbeiten.

An die 900 Anrufe pro Tag erhält ein behinderter Rollstuhlfahrer, der in Luncaster (Pennsylvania, USA) von seinem Wohnzimmer aus einen Telefon- Beantwortungsdienst leitet. Das Herzstück des aus kleinen Anfängen geschaffenen Ein- Mann- Unternehmens besteht aus einem, von der Telefongesellschaft installierten, 40- Reihen- Schaltpult. Kunden für seine Dienste sind in erster Linie Handelsvertreter und kleine Geschäftsleute die ihren Betrieb oder Laden für einige Tage verlassen müssen. Vor Antritt der Reise besprechen die Auftraggeber entweder einen Anrufbeantworter mit dem Hinweis der telefonischen Vertretung oder lassen es die potentiellen Kunden anderweitig wissen. Abgerechnet wird der Bereitschaftsdienst einmal monatlich oder per Abonnement.

Bekannt wurde der Service- Mann durch Eintragungen in Telefonverzeichnissen, durch Visitenkarten, Vorstellungen in der Presse und die Mund- zu Mund- Werbung zufriedener Kunden. Auf diese Weise kann man sich praktisch von jedem Ort aus auch seine eigene Telefon- Bereitschaft aufziehen und mit Erfolg betreiben.




Gesprächspartner

Einsamkeit ist eine Art Krankheit, gegen die selbst Ärzte meistens machtlos sind. Für Leute, die sich am Telefon einmal aussprechen wollen, bietet eine Dame im Bereich Köln einen sogenannten "Gesprächs- Service" an. Gegen Einsendung von 20 € im Briefumschlag, oder Überweisung des Betrages auf ein angegebenes Konto, darf der einsame oder bedrückte Mensch sich ca. 15 bis 20 Minuten mit der Dame unterhalten und ihr alles, was ihn bedrückt erzählen. Die Frau hört aufmerksam zu, unterbricht nur dann, wenn eine Frage den Redefluß neu beleben kann und gibt sich verständnisvoll. Ein zugegebenermaßen recht aufwendiges ,Aussprechen". Allerdings empfinden die Kunden die Sache so, daß sie mit der Bezahlung gewissermaßen ein Recht erworben haben, alles irgendwie abladen zu können, was Sie im Innersten belastet.

Gesprächspartner- Service- Unternehmen, bei denen die Zuspruch suchenden Personen ins Haus kommen können oder gar die Gesprächspartner- Person zu sich einladen dürfen, gibt es in unserem Land bereits eine ganze Reihe. Für den Betrieb vom Bett aus eignet sich hingegen in erster Linie der telefonische Service. Man kann ähnlich verfahren wie die oben erwähnte Dame, eine Anzeige in das Lokalblatt oder den Werbeanzeiger setzen lassen und dann gegen Vorkasse ein Telefongespräch über jedes gewünschte Thema führen.

Unter der Bezeichnung "CaII- me- Telefon" gibt es inzwischen weltweit sogar Gesprachsmöglichkeiten, bei denen sich der Anrufer - gegen teures Geld - auch sexuell abreagieren kann. Die meist weiblichen Telefonistinnen schauspielern dafür den Anrufern eine heiße Geliebte vor, beschreiben sich selbst bis in die intimsten Einzelheiten und schaffen damit eine gewisse Spannungs- Atmosphäre mit späterem Entspannungs- Effekt.

Für welche Art der Gespräche ein Mensch sich auch immer entscheiden mag, alle diese Spezial- Telefondienste kann man ohne große Mühe sowohl vom Schreibtisch, als auch vom Bett aus durchführen, sofern man einen richtigen Draht auch zu den Menschen hat, für die man tätig werden will. Die Einnahmen aus diesem Job sind enorm!




Schriftsteller

Man muß nicht erst das hübsche Bild von Spitzweg mit dem Namen "Der arme Poet" kennen um zu ahnen, daß man sehr gut vom Bett aus auch schriftstellerisch tätig werden kann.

Vielleicht sagen Sie jetzt, daß Sie aber kein Talent zum Schreiben besitzen und auch gar nicht wissen über welches Thema Sie sich literarisch betätigen könnten. Doch die Sache ist gar nicht so schwierig, wie man allgemein hin denkt. Zunächst einmal wird man am besten Liebes- Kriminal- oder Schicksalsromane, von denen es genug auf dem Büchermarkt gibt ausklammern. Alsdann wollen wir beginnen uns zu fragen, für welche Art der Literatur sich die Menschen in unserer Umwelt interessieren könnten. In Amerika gibt es einige hundert Autoren, die nichts anderes tun, als jedes Jahr neue kleine Ratgeber- Reporte auf den Markt zu bringen. Dafür sammeln sie bestimmte Fachadressen, zapfen Informationsquellen und Bibliotheken aller Art an und mixen aus diesem Sammelsurium ein ganz spezielles Werk. Hierfür benötigt man keine großen schriftstellerischen Fähigkeiten, sondern lediglich etwas Grips um die richtigen Themen zu finden. Nehmen wir an, Sie hätten die Idee, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schlafstellungen zu untersuchen. Welche Nachteile hat die Rückenlage, wie wird bei der Linkslage das Herr belastet, warum schlafen so viele Menschen am liebsten auf der rechten Seite? Hat ein Bartträger seinen Vollbart über oder unter dem Deckbett, welches sind die gesündesten Bettbezüge - und warum? Wann schläft man besser allein und wann zu zweit? Wer liefert günstig Bettartikel, Daunen, Kopfkissen, Laken? Sie können aber auch mal Ihre Träume beobachten und die Ergebnisse testen. Verfassen Sie ein Traumtagebuch (oder besser "Nachtbuch") und bringen Sie die Ergebnisse zu Papier bzw. zu Manuskript.

Gerade der kuriosen Themen wegen, werden sich viele Interessenten und damit Käufer für solche Reporte finden. Das vorliegende Werk - und Ihr eigenes Interesse daran - beweisen die Richtigkeit dieser Annahme.

Für solche Schriftstellerei benötigen Sie lediglich einen Notizblock und Bleistift, einen Kassettenrecorder, auf den Sie die zusammengestellten Texte sprechen und eine Hilfskraft, die vom Recorder oder von einem Diktiergerät die Gedanken ins Reine tippt. Die sauber geschriebenen Blätter werden in kleineren Stückzahlen über einen Normalpapierkopierer abgelichtet, geheftet und zum Preis von 5 bis 15 € - je nach Umfang der Arbeit - zum Verkauf angeboten. Abnehmer sind alle Neugierigen, die Sie mit einer Kleinanzeige erreichen und per Postversand beliefern (lassen).




Phantasiebrief- Agentur

Besonders in Wochen- und sogenannten ,Familienzeitschriften" findet man des öfteren Kleinanzeigen, durch die sich die Inserenten Kontakte mit Brief- und Schreibfreunden erhoffen. Oft sind es nur Phantasievorstellungen, die solche Leute von ihren Traumpartnern haben, aber dennoch führt dieses persönliche Angesprochensein nicht selten zum Abbau seelischer Spannungen und Reizsituationen.

Hier nun kann eine Phantasiebrief- Agentur eine unschätzbare Hilfestellung leisten. Man erklärt sich ganz einfach bereit, den Kunden und Abonnenten in gewissen Zeitabständen Briefe zuzusenden bzw. zu beantworten, wobei man ganz gezielt auf ihr spezielles Problem eingeht. Das kann so weit gehen, daß man anstatt eines verstorbenen Menschen oder eines durch Trennung abgekehrten Liebhaben die Auftraggeberperson mit Briefen bedenkt. Dabei geht man auf die Wünsche, Bitten und Fragen ein und wird in feinsinniger Weise so tun, als ob man diese oder jene Person sei. Selbstverständlich hat man vorher in einem Vertragstext genau dargelegt, daß dieser Service nur ideell zu verstehen sein kann, aber die Empfänger der Briefe werden ohnehin nur das lesen wollen, was sie sich wünschen.

Gegen eine Jahresgebühr von 50 € oder mehr erhält der Kunde das Recht, jede Woche einen Brief an die Agentur zu richten und beantwortet zu bekommen. Dabei spielt es eine Rolle, ob die Briefe mit Hand geschrieben sein müssen - eventuell noch auf speziellem Schreibpapier - oder ob man die Schreibmaschine benutzen darf. So wie aus St. Nikolaus oder dem Örtchen Christkindl Weihnachtspost in alle Welt geht, kann die Phantasiebrief- Agentur auch stellvertretend für Phantasie- und Märchenfiguren Kinderbriefe beantworten. Einsatzmöglichkeiten gibt es viele.




Liebesbriefsteller

Den Beruf des Liebesbriefstellers üben allein im Staate New York nicht weniger als 52 Personen ständig aus. In Los Angeles haben sich 26 Liebesbriefsteller selbständig gemacht, und auch bei uns in Deutschland gibt es schon einige. In einem Fall kassiert ein Schreiber 15 Dollar, wenn seine Worte einen Kunden oder eine Kundin nachweislich zum Traualtar oder zur Ehegemeinschaft geführt haben. Hinzu kommt eine sogenannte Liebesbriefrente in Höhe von 10 Dollar für jedes aus der Ehe hervorgehende Kind. Diese Konditionen müssen vorher schriftlich anerkannt werden. Obwohl man auf den ersten Blick einer solchen Tätigkeit wenig Chancen beimessen mag, leben die Liebesbriefsteller alles andere als schlecht.

Früher kamen junge Verliebte zu anerkannten Dichtern oder zum Stadtschreiber und ließen sich ihre Zeilen auch noch mit hübschen Versen garnieren. Zwar ist unsere Zeit nüchterner geworden, aber der Wunsch, sich dem anderen Geschlecht mit Worten liebevoll zu nähern, ist (gottlob) auch heute noch bei vielen jungen Leuten vorhanden.

Der Liebesbriefsteller wird zunächst bemüht sein gewisse Einzelheiten über die Person, für die der Brief bestimmt sein soll, zu erfahren. Dabei muß er sowohl auf die Mentalität des Schreibers, als auf die des Empfängers eingehen. Der erste "Annäherungsbrief" darf etwas romantisch, aber nicht zu schwülstig klingen, sollte auf eine eventuell schon kurz erfolgte Begegnung Bezug nehmen und um eine weitere Kontaktaufnahme nachsuchen. Er muß ein guter Botschafter sein der zu Herzen geht und Antwort mitbringt. Ein Liebesbrief ist immer etwas Individuelles etwas, was man nicht mit anderen Schreiben vergleichen kann. Er fängt als Kontaktbrief mit Alltäglichkeiten an, wird langsam detaillierter und befaßt sich am Ende nur noch mit der Person, der er zugedacht ist. Es wird einem Liebesbriefschreiber immer ein Anliegen sein müssen Vertrauen zum Auftraggeber zu schaffen, Diskretion zu üben und natürlich die Schreibkunst so gut wie möglich anzuwenden. Das Werk ist dann als Erfolg anzusehen, wenn der Auftraggeber (oder die Auftraggeberin) wiederkommt und die Antwort der geliebten Person vorlegt, damit der Auftragsschreiber den Briefwechsel fortsetzt.

Als Vergütung für seine Arbeit sollte man je nach Inhalt, Länge und Art zwischen 10 und 20 € pro Brief fordern. Sofern man die Dauerkorrespondenz wünscht. Zur Belebung der eigenen Fähigkeiten kann man sich zunächst einmal entsprechende Literatur ausleihen oder kaufen. Hier ein paar Anregungen:

Ludwig Reiners: Stilfibel (DTV- Taschenbuchverlag, Nr. 154 - Preis: € 4,40)

Renate Zaky: So schreibt man Liebesbriefe (Humboldt- Verlag, Nr. 377 - € 3,40)




Behördenbrief - Reklamationen

Die meisten Bürger haben immer noch einen Heidenbammel vor amtlichen Schreiben und deren Beantwortung. Manchmal wird das "Amtschinesisch" nicht richtig verstanden, und man weiß gar nicht, was die Leute von einem wollen. In vielen Fällen möchte man darüber hinaus den "Herren auf dem hohen Roß" auch mal so ordentlich die Meinung geigen, ohne jedoch zu heftig zu werden und sich womöglich eine Beleidigungsklage einzuhandeln. Der Behördenbriefschreiber hört sich die Sorgen der Leute an, Iäßt sich die verschiedenen Schriftstücke zeigen und formuliert dann die Gedanken seiner Kunden entsprechend. Neben Mängelrügen gegenüber von Lieferfirmen können so auch geharnischte Briefe ans Finanzamt, an Behörden aller Art und andere unliebsame Zeitgenossen verfaßt und geschrieben werden.

Ein weites Feld nehmen in dieser Tätigkeit auch Abfassungen von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen ein. Formlose Anträge zur Erlangung von Renten, Mietzuschüssen, Kinderbeihilfen, Kündigungsschreiben für Versicherungen, Unfallschilderungen, und, und, und... können von einem solchen Spezialbüro ausgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß Sie selbst ein fehlerfreies Deutsch und einen kurzen, aber prägnanten Briefstil beherrschen. Außerdem müssen Sie sich in die Materie hineindenken können. Alle Daten der Kunden müssen sorgfältig notiert oder - noch besser - auf Band gesprochen werden. Wer selbst nicht in der Lage ist, vom Bett aus mit der Schreibmaschine tätig zu werden, wird über eine Schreibhilfe die eigenen Gedanken ins Reine schreiben lassen.




Firmenschreiber

Vornehmlich kleine Handwerksbetriebe und Ein- Mann- Unternehmen haben oft Probleme mit der Erledigung ihrer Schriftwechsel mit Kunden und Lieferanten. Manchmal müssen Mahnbriefe geschrieben, Erinnerungen und Beschwerden abgefaßt werden, für die der ständig "auf Achse" befindliche Boß einfach keine Zeit findet.

Der Firmenschreiber bietet sich an, diesen Schreibkram zu übernehmen, und gegen ein gutes Honorar zur Zufriedenheit seiner Auftraggeber durchzuführen. Dabei führt man sich am besten ein, wenn man seinem Werbebrief gleich einen Mustertext eines solchen "Mahn- oder Erinnerungsschreibens" beifügt. Dieser Probebrief sollte so perfekt abgefaßt sein, daß jeder Empfänger wünschen würde, er wäre für das eigene Unternehmen geschrieben worden. Um solch ein zugkräftiges Werk zu vollbringen, kann man sich zunächst mit einigen Werbetips und Tricks vertraut machen, wie sie in großer Zahl in verschiedenen Büchern angeboten werden. Ihre Industrie- und Handelskammer hat bestimmt einige Exemplare davon auf Lager.

Lernen Sie von den anderen. Bleiben Sie stets seriös, ein wenig humorvoll spritzig und immer im Rahmen der Legalität. Gesetzeswidrige Beschimpfungen von Personen und Institutionen zeugen sowohl von Unbeherrschtheit als auch von einem schlechten Stil. Es gibt Formulierungen die legal sind und trotzdem "beißen".

Lassen Sie sich von Ihren Auftraggebern schriftlich bestätigen, daß sie den Text gelesen, so gewünscht und gebilligt haben und sie selbst die Verantwortung für das Schreiben übernehmen. Fordern Sie als Honorar, was Ihnen zusteht. Als Basis könnten 25 Cent. bis 50 Cent pro Zeile und ein Mindesthonorar von 10 bis 15 € pro Schreiben verlangt werden.

Literaturtip:

R. Leicher: Reklamationen (Heyne- Verlag Nr. 22/132 - Preis: € 3,45)

W. Manekeller: So schreibt man Geschäftsbriefe (Humboldt, Nr.229 - € 3,90)




Das Gleichnis- Büro

Seit einigen Jahren versorgt Reverend Eric Thomas, Pfarrer an der anglikanischen Kirche St. Mary ´s in der englischen Stadt Alverstoke seine Amtskollegen gegen eine geringe Gebühr mit Predigten. Für eine Zehn- Minuten- Predigt berechnet er 40 Pence (etwa 50 Cent); Das Monatsabo mit einer Predigt pro Woche kostet 1,50 Pfund plus Porto. Pfarrer Thomas entdeckte den Markt vor einigen Jahren, als er eine Kopie seiner nächsten Predigt an einen Kollegen auslieh, der schnell eine benötigte. Das brachte ihn auf den Gedanken, in einer Fachzeitschrift einen "Predigtdienst" anzubieten. Nach eigener Schätzung hat er inzwischen 1.500 Predigten an Kollegen abgesetzt. Zu seinen Kunden gehören auch Geistliche anderer Nationen und anderer Konfessionen.

Wer die Materie kennt, weiß, daß Seelsorger gern in Gleichnissen predigen, um so ein besseres Verständnis ihrer Zuhörer zu erreichen. Das Gleichnisbüro sammelt solche Gleichnisse und Begebenheiten, kleine Alltagserlebnisse und ordnet die unterschiedlichen Beiträge nach Themen. Man erliest sich die meisten davon aus verschiedenen Zeitschriften, Familienkalendern und Werken der Weltliteratur, kann aber auch eigene oder gehörte Erlebnisse mit einbeziehen. Das auf Kirche, Umwelt, Bibel und Zeit bezogene Material wird in einem speziellen Schriften- oder Manuskriptdienst angeboten und entweder einzeln oder im Abonnement verkauft. Die kleinen Geschichten und Gleichnisse sind gewissermaßen das "Salz in der Suppe" einer guten Predigt und werden nicht nur von Geistlichen, sondern sicher auch von so manch einem Vorstands- und Clubredner verwendet. Darüber hinaus lassen sich die gesammelten Werke den verschiedenen Literaten in unserem Lande als "lnhaltsaufbesserer" für ihre schriftlichen Arbeiten anbieten. Jeder trockene Text wird lesbarer, wenn ihm hier und da eine kleine lehrreiche und vielleicht humorvolle Begebenheit beigefügt wird.

Interessenten findet man durch Anzeigenwerbung in Kirchenzeitschriften und Literaturblättern. Allerdings wird man die Preise etwas höher als der o. a. Reverend Thomas ansetzen müssen, wenn man einen ordentlichen Gewinn erzielen will. Die schönsten Begebenheiten kann man später noch gesammelt als Buch verkaufen.




Kreuzworträtsel- Telefon

Folgende Verdienstidee Iäßt sich recht einfach von daheim aus per Telefon (am Bett) ausführen: Ein Berater- Service für Kreuzworträtselfreunde. Hierzu muß man nicht unbedingt eine große leuchte auf diesem Gebiet sein (wenngleich Eigenkenntnis der Materie natürlich sehr nützlich ist). Man beschafft sich ein möglichst erschöpfendes Kreuzworträtsel- Lexikon und prägt sich ein, wie die gesuchten Begriffe darin schnell und problemlos zu finden sind. Da Kreuzworträtsel- Rater meistens ehrgeizige Leute sind, werden sie bei kniffligen Fragen gern von der Möglichkeit Gebrauch machen, über den telefonische Beratungsdienst die gerade noch fehlenden Begriffe heraus zu bekommen. Geld verdient man bei diesem Geschäft entweder dadurch, daß man gegen eine Pauschalgebühr den Rätselheft- Verkäufern den Sonderdienst für die Käufer - als Kaufreiz - offeriert oder sich mit den Herausgeberverlagen der Hefte selbst in Verbindung setzt. Die dritte Möglichkeit besteht darin, selbst Rätselhefte mit einschließlicher Telefonberatung (per Versand zu verkaufen. Bei diesem Angebot wird man, um die Sache attraktiv zu machen, die Hefte sortiert zu 5 bis 10 Stück abgeben oder per Jahresabonnement verkaufen. Wichtig für die Durchführung des Telefon- Beratungsdienstes für Rater ist natürlich daß man jederzeit erreichbar ist, eine gute Telefon- Kontaktstimme hat und anhand der Lexika schnell die gesuchten Begriffe findet.

Literaturtip: Das neue Rätsellexikon von A bis Z (Heyne 08/4645 - € 4,40)

Rätsel - leicht gelöst (Humboldt 263 - € 4,40)




Sessel- Nadelkissen

Durch eine hübsche Heimarbeitsidee verschafft sich eine junge, teilweise gelähmte und ans Bett gefesselte Frau seit Jahren gute Nebeneinnahmen. Sie fertigt Exklusiv- Nadelkissen in Form kleiner Lehnstühle an. Die Stuhlbeine schneidet ihr ein befreundeter Heimschreiner aus Sperrholz zu. Als weiteren Werkstoff benötigt sie etwas roten Samt, Schaumstoff oder Watte als Füllmaterial, etwas Klebstoff, sowie Farben, Pinsel und Sandpapier.

Die Stuhlbeine und der Sitzrahmen für die Dekorstühle werden mit Sandpapier geglättet, zusammengeklebt und anschließend bemalt. Nach dem Trocknen wird das vorher sorgfältig zusammengenähte Sitzkissen aus rotem Samt und Watte in den Rahmen eingeklebt und schon ist das Nadelkissen fertig. Mit Brandschrift versehen, kann der Sessel sogar als Andenkenartikel verkauft werden. Er dient sowohl als Nutz- wie auch als Dekor- Artikel. Geübte Bastler kleben nach Fertigstellung noch gebogene Hölzchen darunter und erhalten auf diese Weise einen Schaukelstuhl.

Statt der Mini- Sessel kann man auch andere Behältnisse in winzige Nadelkissen umfunktionieren. Das können kleine Schmuckdöschen sein, Spielzeugautos, von denen man die Motorhaube entfernte und durch Nadelkissen ersetzte. Kleine Dekor- FIäschchen, Väschen und andere Kleinartikel sind ebenfalls für diesen Zweck geeignet. Der Verkauf Iäßt sich entweder in Zusammenarbeit mit einschlägigen Geschäften wie Souvenir- und Geschenkartikelläden organisieren oder in eigener Regie per Versand. Stellen Sie doch einmal einige Muster her und lassen Sie sie den jeweiligen Geschäftsinhabern in der Nähe zur Ansicht zukommen. Wenn der Abnahmepreis für die ,garantiert handgearbeiteten" Stücke stimmt, können Sie mit dem Geld verdienen beginnen.




Testperson

Es gibt eine ganze Reihe medizinischer Institute und Pharmazeutika- Hersteller, die zur Erprobung ihrer neuen Produkte geeignete Personen suchen. Die Aufgabe dieser Testpersonen ist es, das entsprechende Mittel nach Anweisung des Produzenten einzunehmen und die Reaktionen auf den Körper zu beobachten bzw. aufzuschreiben. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden später gesammelt und ausgewertet.

Wenn Sie sich für eine solche Tätigkeit zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie an einige der im Branchenbuch angegebenen medizinischen Institute und Hersteller einschlägiger Mittel. Schildern Sie Ihre Lage und lassen Sie sich zunächst Probeaufgaben stellen, nach deren Erledigung man Sie ständig als Tester engagieren kann. Achten Sie jedoch darauf, daß Sie keine gesundheitsschädlichen Experimente mitmachen und keine diesbezüglich für Sie nachteiligen Erklärungen unterschreiben.




Radio- und TV- Report- Service

Tag für Tag strahlen Deutschlands Radio- und Fernsehsender eine Fülle von Programmen und Informationen aus. Dabei gibt es nicht nur Musik und Unterhaltung, sondern auch sehr wertvolle und lehrreiche Beiträge über die Themen Geld sparen, Wissenschaft und Gesundheit. Es werden Tips und Tricks und außerdem viele wertvolle Adressen verraten, über die man weiterführende Informationen und Details erhalten kann. Berufstätige sind jedoch meistens nach Feierabend für diese Sendungen nicht mehr ansprechbar und suchen neben einer leichten Unterhaltungskost höchstens noch das Neueste vom Tage zu erfahren.

Hier können Sie sich eine goldene Nase verdienen, wenn Sie mittels einiger Radiogeräte, Kassetten- oder Videorecorder die informativen Sendungen aufnehmen und daraus die interessantesten Mitteilungen in Form eines Reports zusammenfassen. Garniert mit einem reichhaltigen Adressenmaterial werden solche Reporte zu wertvollen Ratgebern in den unterschiedlichsten Situationen. Sie können dieses Material - unter Hinweis auf die jeweiligen Quellen - dann gesammelt gegen eine jährliche Abogebühr zum Verkauf anbieten. Ähnlich wie die seit vielen Jahren bestehenden Zeitungsausschnittbüros werden Sie den verschiedenen Interessenten einen gesammelten "Radio- und TV- Report" anbieten können. Abnehmer sind neben den vielen privaten Nutznießern vornehmlich Manager von Banken, Versicherungen, Unternehmen aller Art und besonders auch Kleinbetriebe, deren Inhaber den ganzen Tag unterwegs sind. Fertigen Sie zunächst einige, sauber mit der Maschine geschriebene und per Normalpapierkopierer abgelichtete Reporte an und gewähren Sie den Leuten Einblick in Ihre Arbeit durch ein Gratis- Musterexemplar. Aufmerksam machen Sie die Kunden durch ein Inserat in einschlägigen Zeitschriften und Wirtschaftsblattern.




Auftragsdichter

Voraussetzung für diesen Job ist eine poetische Ader und die Fähigkeit, sich kurz und effektvoll auszudrücken. Der Auftragsdichter verfaßt in erster Linie gereimte Vorträge zu den verschiedenen festlichen Anlässen, wie Familienfeiern, Betriebsjubiläen, Parties und dergleichen.

Als ich vor einigen Jahren gebeten wurde, anläßlich der Silberhochzeit eines befreundeten Paares die Festansage zu machen, stellte ich mir einige nette Beiträge zusammen und trug sie dann mit dem nötigen Nachdruck vor. Später fragten mich einige Gäste, ob und wo man diese Beiträge kaufen könnte. Es besteht also eine nicht geringe Nachfrage nach aufgelockerten, individuell zugeschnittenen Vorträgen, mittels denen man die Gesellschaft auch ohne Schnaps und Discomusik bei Laune hält.

Daneben gibt es die kleinen Gedichte für den Geburtstag der Oma, fürs Klassentreffen oder als Dekoration für einen Liebesbrief. Wie der Name schon sagt, wird der Auftragsdichter sich mit der Materie auseinandersetzen und dann beginnen, seine Verse zuerst auf Band zu sprechen, damit die ersten Ansätze nicht verloren gehen und anschließend das Ganze in die richtige Form gießen. Dabei paßt er sich den Wünschen der Auftraggeber weitgehend an. Damit die Vortragenden die Sache auch richtig zu Gehör bringen, kann man die Gedichte selbst gesprochen auf Kassette für den Recorder anbieten. Dadurch vereinfacht sich das Einstudieren der jeweiligen Texte.

Manchmal kommen auch Hochzeitsgesellschaften und wollen, daß man ihnen Texte für eine Hochzeitszeitung entwirft, in der die geladenen Gäste mit einigen Charaktereigenschaften ,auf die Schippe" genommen werden sollen. Hier muß man natürlich besonders behutsam vorgehen, um nicht etwa ,anzuecken". Zunächst wird man über jede Person die wesentlichen Merkmale erfahren müssen, aus denen dann schließlich eine Gesamtbild- Karikatur wird. Wenn der Grundriß steht, bekommt der Auftraggeber einen Einblick in das Konzept und kann entweder sein 0. K. dazu geben oder Veränderungswünsche vortragen.

Je nach Größe der Familie und Anzahl der Festtagsteilnehmer ist die Hochzeitszeitung nicht unter 50 bis 150 € erhältlich. Dafür kann man aber ggf. auch noch das Vervielfältigen der einzelnen Blätter übernehmen. Was für Hochzeitszeitungen gilt, ist natürlich auch für sogenannte Bierzeitungen oder Clubnachrichten zutreffend. Eine kleine Eintragung im Lokalanzeiger bringt Ihnen die ersten Kunden und - wenn man zufrieden ist - Nachbestellungen.




Meditationsbeobachter

Von einem Dichter, der ein Wiegenlied verfassen wollte, wird scherzhafterweise berichtet, daß er über ein Jahr für seine Verse gebraucht habe. Auf die Frage, warum das denn so lange gedauert habe meinte er nur, daß er über sein Wiegenlied immer wieder eingeschlafen sei. Ein Beweis für die Wirksamkeit seiner Dichtkunst.

Eigene Tests von Schlaf- und Gesundheits- Meditationen kann man nirgendwo besser durchführen als im eigenen Bett. Abgesehen von der gesundheitsfördernden Wirkung solcher Einkehrübungen kann man jedoch nur dann Geld aus dieser Sache schlagen, wenn man Leute findet, die einem für die Ergebnisse der Eigenforschung etwas bezahlen. Das können in erster Linie Autoren sein, die anhand entsprechender Testpersonen genau herausbekommen wollen, was sich in den Zuständen der Meditation tut, wie sich der betreffende Mensch fühlt und welche Erfahrungen er sonst noch mit dieser Sache macht. Es gibt auch eine Reihe von Forschungsinstituten, die solche Meditationsbeobachter suchen und bezahlen. Allerdings muß man zunächst die richtigen Verbindungen knüpfen. In nachfolgend angegebenen Publikationen finden sich des öfteren interessante Beiträge, die sich mit dem Thema auseinandersetzen:

Esotera, Hermann Bauer Verlag, Kronenstr. 2, 79100 Freiburg

BIO special magazin, Monatshauser- Str. 8, 82327 Tutzing

Schalten Sie dort entweder selbst eine Kleinanzeige, durch die Sie sich als Meditationsbeobachter für Studienzwecke anbieten, oder nehmen Sie mit geeigneten Autoren in den Blättern Kontakt auf.

Schließlich können Sie aber Ihre Erfahrungen auch selbst niederschreiben und in Form eines Eigenreports in eben diesen Blättern zum Kauf anbieten. Reichhaltige Literatur zu Meditation, Gesundheit und Erfolgsprogrammierung usw. bietet unter anderem der erwähnte Hermann Bauer Verlag in Freiburg. Folgende Taschenbücher eignen sich ebenfalls sehr gut zur Unterstützung einer Körperbeobachtungs- Therapie:

A. Bierach: Schlank im Schlaf durch vertiefte Entspannung (ETB- Verlag 20008, 3,40 €)

B. Hoffmann: Handbuch des autogenen Trainings (DTV- Verlag 3138, 9,90 €)

Rupert Lay: Meditationstechniken für Manager ( RoRoRo- Verlag 7242, 3.40 €)




Mode- Ausschnitte bringen Geld

Mit Mode- Ausschnitten aus Journalen, Magazinen und Wochenzeitschriften verschaffte sich eine junge Dame einen netten Nebenverdienst. Durch Gespräche mit Geschäftsinhabern ihres Ortes hatte sie erfahren, daß man in dem kleinen Städtchen manchmal Schwierigkeiten hatte, in puncto Moder der Großstadt immer auf dem Laufenden zu sein. Sie bestellte mehrere geeignete Publikationen und schnitt alle Beiträge aus, die sich mit dem neuesten Modetrend, mit Kosmetik, Haushaltsartikeln, Einrichtungen usw. befaßten. Diese Beiträge wurden den Geschäftsleuten der Umgebung angeboten, und siehe da - ein Teil von ihnen fand die Idee recht attraktiv und abonnierte die in verschiedene Sparten unterteilten Ausschnitte. Heute bearbeitet die junge Dame einen großen Teil der zur Verfügung stehenden Presse und beliefert Firmen und Geschäftsleute im ganzen Land.

Diese und andere Ausschnittideen lassen sich sehr gut von daheim bzw. gar vom Bett aus in klingende Münze umsetzen. Zwar muß man zunächst in den Erwerb der passenden Publikationen investieren, doch dabei kann man sich dadurch behelfen, daß man sich einen Lesezirkel abonniert. Wenn man die letzte Woche wählt, darf man in der Regel die Hefte behalten und kann sie dann nach Herzenslust auswerten. Die Kosten liegen dann bei etwa 2.50 € pro Wochen oder 10 € im Monat, wofür man acht bis zehn zum Teil recht umfangreiche Schriften erhält, von denen manchmal schon eine allein am Kiosk neu dasselbe kostet.

Sie können aber auch mit Ihren Nachbarn einen Kompromiß schließen und sie bitten, die kontinuierlich gekauften Blätter einmal monatlich bei Ihnen abzuliefern und dafür 10% des ursprünglichen Kaufpreises einzustreichen. Solche Second- Hand- Lieferanten kann man ggf. sogar per Inserat finden.

Die nach Themen geordneten Ausschnitte werden mit Datum und Quellenangabe versehen auf DIN A4- Bogen geklebt und im Plastikordner abgeheftet zum Verkauf an einschlägige Geschäfte geliefert.




Glückwunsch- Taschentücher

Mit großem Erfolg fertigt und verkauft eine ehemalige Näherin sogenannte Glückwunsch- Taschentücher. Hierfür erwirbt sie im Großhandel neutrale Tücher in größeren Stückzahlen und bemalt sie mit einer Spezial- Textilfarbe.

Die Motive (Blumen, Tiere, Landschaften, Phantasiegestalten) werden zunächst auf eine durchsichtige Kunststoffschablone gezeichnet oder aufgepaust. Danach wird diese Schablone unter das zu bearbeitende Tuch gelegt und dann kommt beides zusammen auf eine beleuchtete Glasplatte. Die von unten erhellten, durchscheinenden Konturen können so verhältnismäßig problemlos nachgezeichnet und farblich abgestimmt werden. Alle Schriftzüge für die jeweiligen Glückwünsche werden entweder auf die gleiche Weise aufgetragen oder aufgestickt. Die Heimproduzentin verkauft ihre Glückwunsch- Taschentücher über Handarbeits- Geschäfte, Kaufhäuser und Geschenkartikelläden. Da die Idee noch relativ unbekannt ist, sollten Sie einmal versuchen, sich mit Glückwunschtaschen- tüchern einzuführen. Taschentücher liefert ihnen jeder Textil- bzw. Wäscheartikel- Großhändler, und Textilfarben bekommen Sie im nächsten Hobbyladen. Bevor Sie jedoch eine Großproduktion starten können, werden Sie sich erst die erforderlichen Fähigkeiten aneignen müssen. Unter dem Titel "Textilmalerei" finden Sie einen ausführlichen Abschnitt in dem ,Hobbybuch" von Jutta Lammer (Otto Maier Verlag, Ravensburg). Sie sollten versuchen sich dieses Buch in Ihrer Bibliothek auszuleihen oder im Buchhandel käuflich erwerben.

Sobald die ersten brauchbaren Ergebnisse vorzuweisen sind, lassen Sie sie am besten von Freunden und guten Bekannten testen, die manchmal auch die ersten Käufer und Werber für diese Handwerkserzeugnisse sind. Versuchen Sie dann auch einmal über diese Ihre Freunde an geeignete Stellen heranzutreten, die Ihnen eine Ausstellung von Glückwunsch- Tüchern ermöglichen. Hierfür genügt oft eine leerstehende Schulklasse oder ein Geschäftsraum in der City. Sobald Ihre Arbeiten bekannt werden, wird sich auch die Nachfrage und ein guter Absatz einstellen. Allerdings ist die Herstellung von dekorierten Tüchern in erster Linie etwas für Leute, die sich im Bett auch bewegen können, da ja zumindest die Zeichnungen und das Ausmalen der Flächen sitzenderweise vollzogen werden müssen und auch Platz für die Arbeitsplatte bzw. für den Spann- oder Handarbeitsrahmen sein muß. Richtig organisiert. Läßt sich das aber alles irgendwie bewerkstelligen und zufriedenstellend lösen.




Autonummern- Stickerei

Von daheim aus steuern und betreiben Iäßt sich ein Interessanter Job für Hausfrauen, der monatlich einige hundert € einbringen kann. Zu diesem Zweck wird mittels Inserat oder durch Wurfzettelverteilung in oder vor Straßenverkehrsämtern den vielen Autofahrern in unserem Lande die Herstellung spezieller Zierkissen offeriert. Doch anders als bei den sattsam bekannten Paradekissen alter Machart werden diese Kissen nach den Wünschen der Kunden mit den Autokennzeichen der jeweiligen Fahrzeuge verziert. Man kann die Kissenhüllen entweder nach Art der Glückwunsch- Taschentücher mit Textilfarbe bemalen oder besticken. Die 10 bis 25 € teuren Kissen sind in verschiedenen Größen lieferbar und können je nachdem ob der Kunde es wünscht oder nicht, noch mit einem Oldtimer- Bild, einem Cabriolet oder einem anderen zum Wagen (und Fahrer) passenden Motiv versehen werden. Spezialanfertigungen haben eine durch Reißverschluß abgesicherte Öffnung, durch die man im Inneren des Kissens den Verbandskasten oder Reiseutensilien deponieren kann. Die Kissenhüllen werden aus strapazierfähigem, apartem Stoffmaterial zusammengenäht oder fertig von einem Nähbetrieb erworben und nach der Beschriftung mit einem Schaumstoff als Füllmaterial versehen und verschlossen.

Abnehmer der fertigen Kissen sind praktisch alle Autofahrer. Man kann in Zusammenarbeit mit Textilwarengeschäften Annahmestellen für Aufträge einrichten, bei denen nach den Wünschen der Kunden dann die jeweiligen Kennzeichen oder auch Namen und lockere Sprüche aufgebracht werden. Die Sache Iäßt sich aber auch über Anzeigenwerbung durchführen. Anhand eines bebilderten Prospekts, auf dem die schönsten Muster abgebildet werden, sucht sich der Interessent das ihm genehme Motiv aus, gibt seine Autonummer an und zahlt den dafür geforderten Betrag im Voraus ein. Das fertige Kissen geht ihm dann nach einigen Tagen per Post zu.




Anzeigenvermittler

Es gibt mehr als nur eine Handvoll Leute in unserem Land, die vom Bett aus für Zeitschriftenverlage Anzeigen und Abonnements vermitteln. Der technische Ablauf hierbei ist folgendermaßen: Zunächst Iäßt man sich einige Musterzeitungen und -zeitschriften kommen und fragt die Herausgeber, welche Provisionen sie für die Vermittlung neuer Anzeigenkunden und Abonnenten gewähren.

Sofern die Angebote lukrativ genug sind, pickt man sich mehrere Inserenten aus den einzelnen Blättern heraus und fragt sie auf telefonischem Wege, ob sie nicht gewillt waren, auch einmal in diesem oder jenem Konkurrenzblatt zu inserieren. Der Preis sei günstig, die Reaktion bestens und ansonsten kommt es eben mal auf einen Versuch an. Die meisten der Leute werden sich tatsächlich sagen: Warum sollen wir es nicht mal probieren? Sie lassen sich nähere Einzelheiten, Anzeigenpreise und ein Musterexemplar des Blattes kommen und wollen die Sache prüfen. Flugs schickt der Werber seine neue Adresse an den von ihm vertretenen Verlag und bittet um die entsprechenden Unterlagen. Kommt tatsächlich ein Auftrag zustande, erhält der Vermittler seine Provision und das Geschäft ist gelaufen. Mit etwas Geschick erreicht man so pro Tag vier bis fünf Aufträge, was bei nur 10% Honorar von der Abschlußsumme etwa 25 bis 50 € Provisionen entspricht. Kommen Abonnements und Anschlußinserate zustande, erhöht sich dieser Betrag entsprechend.

Als "Aufhänger" für das erste Gespräch sollte man - da eine normale Aquisition per Telefon nicht gestattet ist - zunächst fragen, ob man bezüglich der bereits in einer anderen Zeitung erschienenen Anzeige einmal mit dem Inserenten sprechen dürfe. Wird das bejaht, fragt man weiter, ob nicht eventuell Interesse besteht zuzüglich in dieser oder jener Zeitschrift eine günstige Anzeige aufzugeben. Damit ist man bereits mitten im Geschäft.




Kleinanzeigen- Koordinator

Nur mit etwas Überlegung und der täglichen Morgenzeitung erzielt ein arbeitsloser junger Mann Tag für Tag so manchen lukrativen Nebenverdienst. Dabei ist seine Methode verblüffend einfach. Beim Durchlesen der Kleinanzeigen seiner Tageszeitung stellte er vor einiger Zeit fest, daß es in der Spalte "Verkaufsangebote" sechs verschiedene Artikel gab, die in der Spalte "Kaufgesuche" von den Inserenten gesucht wurden.

Er rief zunächst einmal die Anbieter an und stellte sich ihnen als Vermittler vor, der gegen Anteilsprovision Käufer für ihre Angebote nachweisen könne. Drei der Anbieter stimmten seinem Vermittlungsvorschlag zu. Anschließend nahm er telefonisch Verbindung mit den Leuten auf, die unter Kaufgesuche eben jene (auf der anderen Seite angebotenen) Artikel erwerben wollten. Auf diese Weise kamen die ersten drei Vermittlungen zustande. Nach Abschluß der Zusammenführung erhielt der Mann seine schriftlich zugesagte Provision und konnte allein für ca. 10 Telefongespräche im Ortsbereich an die 50 € einstreichen.

Interessant bei dieser Sache ist die an sich erstaunliche Entdeckung, daß Anbieter wie auch Kaufinteressenten stets auf Leute warten, die auf ihre Anzeige reagieren, und so gut wie nie auf passende Offerten eingehen - selbst wenn sie im gleichen Blatt stehen. Nur durch diese Gedankenlosigkeit der Leute ist ein solches Geschäft überhaupt erst möglich, doch - es funktioniert tatsächlich! Inzwischen hat der junge Mann seine koordinierende Tätigkeit erheblich erweitert und liest jeden Morgen alle erreichbaren Zeitungen, um so auch Anbieter und Offertensuchende aus verschiedenen Publikationen miteinander bekannt zu machen und daran zu verdienen.

Solche Anzeigen- Koordinationen kann man praktisch in jedem größeren Ort durchführen. Besonders geeignet sind Angebote für Möbel, Büromaschinen, Fernseher, Pelzmäntel und andere Artikel, die einen angemessenen Wert darstellen.

Nicht anders verfahren übrigens auch Immobilien- und Grundstücksmakler, die als erste Pflichtlektüre an jedem Morgen die verschiedenen Zeitungen nach privaten Immobilien- und Vermietungsangeboten durchforsten. Als nächstes nehmen sie dann mit den Anbietern Kontakt auf, um von ihnen möglichst einen Vermittlungsauftrag zu erhalten. Mit etwas Gespür und Kontaktfreudigkeit kann man auch telefonisch Anbieter von verschiedenen Dienstleistungen und danach Suchende zusammenbringen. Manche ,Handwerkervermittlungen" sind im Grunde nichts anderes als solche Koordinationsbüro.

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